Aktiv für die Abschaffung von Jugendämtern

Mit 17. Ausziehen?

#1 von Saku , 27.01.2012 18:08

Hallo,

ich möchte unbedingt von zu Hause ausziehen, sonst dreh ich bald noch durch! Habe ich Chancen eine 1 Zimmer Wohnung finanziert zu bekommen? Ich habe mittlerweile die 11. Klasse begonnen und bin daher nicht in der Lage zu arbeiten, könnten meine Eltern verpflichtet werden etwas dazu zu zahlen, sodass ich ohne sie leben kann?
Ich muss einfach hier weg, ich werde zwar nicht geschlagen- aber psychische Folter ist auch nicht geeignet für einen Teenager!

Schon mal Danke!

Saku

RE: Mit 17. Ausziehen?

#2 von Kristina , 04.02.2012 22:59

Hallo liebe Saku,

Ich habe leider das gleiche Problem.Denn ich komme nicht mit meiner Mutter zurecht, sie wird auch oft handgreiflich mir gegenüber.Doch leider bin ich erst 15 und somit auch noch Minderjährig.Sollte ich an meiner stelle zum Jugendamt gehen und das dann so klären ?

Ich würde mich sehr über Ratschläge und weiteres freuen.
Mit freundlichen Grüßen Kristina

Kristina  
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RE: Mit 17. Ausziehen?

#3 von bindwulf , 05.02.2012 22:10

Hallo Mädels! Ich denke, dass Ihr das Problem habt, das fast alle jungen Mädel haben! Gerade mit der Mutter! Ich bin nun 66 und kann mich noch gut erinnern, dass ich mit 16 dasselbe Problem hatte. Ich wollte Reitlehrerin werden. Meine Mutter sagte knapp und deutlich: "Dann ziehst Du aus!" Von wegen, ich konnte ja noch garnicht ausziehen, damals ist man erst mit 21 volljährig geworden! Und, die Jugendämter damals haben auch noch anders reagiert! Ich war stocksauer! Nun, ich habe meine Beamtenausbildung gemacht und mit 21 hätte ich ja auch noch umsatteln können auf Reitlehrerin! Stellt Euch vor, da hbe ich es nicht mehr gewollt!! Ich reite immer noch, habe ein Pferd, aber, ich habe, mit 21 dann, kapiert, dass der Beruf garnicht so einfach ist und ich garnicht weiß, ob ich ihn überhaupt schaffe! Gott sei Dank hat meine Mutter damals auf stur geschaltet! In Eurem Alter sollte man sich erstmal bemühen, einen Schulabschluß zu erreichen und einen Beruf zu erlernen. So einfach ist es auch nicht, alleine mit allem in Eurem Alter klar zu kommen! In Eurem Alter weiß man das nur noch nicht! Himmel, eine von Euch ist 17, das eine Jahr hält man doch noch zuhause aus und mit 15 auch noch drei Jahre! Zu Meinungsverschiedenheiten gehören immer zwei! Es gibt da einen Spruch, dass ein Junge , kann aber auch ein Mädel sein, Vater oder Mutter mit 18 für total bescheuert hält. Mit 21 wundert er/sie sich, was der Vater oder die Mutter in den paar Jahren doch dazu gelernt hat! Plötzlich versteht man sich wieder mit seinen Alten!


bi

bindwulf  
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RE: Mit 17. Ausziehen?

#4 von Jamara , 16.02.2012 14:08

Ausziehen mit 17 in eine eigene Wohnung als Schüler würde nicht gehen aber du kannst dich beim Jugendamt in deiner Nöhe darüber informieren in ein betreutes Wohnen zu gehehn was in deiner nähe vielleicht ist. :)

Lg Jane

Ps. ich bin auch 17 mittlerweise und hatte das Problem als ich 14-16 war nur bin dann zu meinem Vater gezogen weil meine Mutter in eine andere Stadt gezogen ist... Wohne jetzt schon ein Jahr bei meinem Dad :)

Jamara

RE: Mit 17. Ausziehen?

#5 von Fiete2 , 18.02.2012 05:41

Hallo Bindwulf,
ein sehr schöner Kommentar im großen und ganzen, Respekt!
In einem muß ich Dich aber doch kritisieren:

Zitat
"Zu Meinungsverschiedenheiten gehören immer zwei!"


Das stimmt nur rein theoretisch. In der Praxis braucht es ( mindestens ) zwei für den Frieden, für den Krieg reicht ( leider ) einer.
Im übrigen würde ich mir mit 17 auch sehr schwer überlegen, ob es Sinn macht, wg. relativ üblichen Problemen zuhause meine Freiheit wegzuschmeißen und mich in staatliche Betreuung zu begeben. Die wird man nämlich so einfach gar nicht wieder los.

@Jamara:

Zitat
Ausziehen mit 17 in eine eigene Wohnung als Schüler würde nicht gehen aber du kannst dich beim Jugendamt in deiner Nöhe darüber informieren in ein betreutes Wohnen zu gehehn was in deiner nähe vielleicht ist.


Wie kommst Du darauf und warum sollte das sinnvoll sein?
Erstens kann ein Mensch, sofern die Erziehungsberechtigten damit einverstanden sind, durchaus in einer eigenen Wohnung wohnen, oder bei jemandem, dem er vertrauen kann ( wie Du bei Deinem Dad z.B. ).
Zweitens: warum sollte sich ein völlig gesunder Mensch in Betreuung begeben und so Teile seiner Selbstbestimmung grundlos an unbeteiligte Dritte abgeben?
Zumal wenn er dadurch noch weitere Risiken eingeht. Z.B. Indem er diese Dritten dadurch zu rechtlich Beteiligten, also quasi zu Personensorgeberechtigten macht.

Gruß........Fiete ( selbst alter Knacker )


Respekt immer!
Angst nie!

 
Fiete2
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zuletzt bearbeitet 02.04.2012 | Top

   

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